Obergermanisch-rätischer Limes
Der obergermanisch-raetische Limes in Deutschland ist Teil des europäischen Kulturerbes. Er wurde 2005 mit der Aufnahme auf die Liste der Weltkulturerbestätten der Unesco ausgezeichnet.
Von den britannischen bis hin zu den arabischen und afrikanischen Provinzen schützte das römische Weltreich seine Grenzen mit unterschiedlichen Befestigungssystemen. An der langen Nordgrenze des Reiches waren hauptsächlich die Flüsse Rhein und Donau die Grenzlinie. Die Sicherung dieser Flussgrenzen übernahmen große Legionslager und eine dichte Kette von Kastellen mit Hilfstruppen. Die Landgrenze zwischen Rhein und Donau, die die römischen Provinzen Obergermanien (Germania superior) und Raetien (Raetia) vom freien Germanien (Germania libera) trennte, sicherte der befestigte obergermanisch-raetische Limes. Im heutigen Südwest- und Süddeutschland gelegen, schützte er nur einen relativ kleinen Abschnitt der Nordgrenze des Imperiums. Seine noch vorhandenen Überreste stellen aber heute das längste und auch bekannteste archäologische Bodendenkmal in Deutschland dar.

